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Positiver Doping-Test bei Ostbelgischer Pilgergruppe



Positiver Doping-Test bei Ostbelgischer Pilgergruppe

Zu einer spektakulären Festnahme einer Ostbelgischen Pilgergruppe kam es im August diesen Jahres,
als die aus 169 Personen bestehende Fusspilgerschaft in unmittelbarer Nähe eines bekannten Wallfahrtort am Niederrhein im benachbarten Deutschland mit einer Geschwindigkeit von 22KM/h
einen einheimischen Traktor überholte.

Eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife wurde auf die unerklärliche Geschwindigkeit der Fusspilger aufmerksam und veranlasste eine sofortige Unterbrechung der Wallfahrt.
Nach einer Untersuchung der Fussgruppe durch eine Hundertschaft, der aus Düsseldorf eiligst herbei geeilten Polizeistaffel, mussten Unmengen von koffeinhaltiger Energielimonade, toxische Kaffeekonzentrationen in Thermoskannen, Vitaminpräparaten und Aufputschmitteln in Tablettenform beschlagnahmt werden.
In der vom Polizeipräsident veranlassten Blutprobe der Teilnehmer konnten Rückstände nicht legaler noch unbekannter Substanzen, sowie ein erhöhter Sauerstoffgehalt, als auch positive Urinproben festgestellt werden. Die vermutete Anwendung der Droge Speed wurde allerdings von den offiziellen Stellen noch nicht bestätigt.

Der bislang von der katholischen Kirche geheim gehaltene Vorfall beschäftigt nun die Deutschen Gesetzesbehörden und löst in Deutschland, Österreich und der Schweiz grosse Diskussionen in den Medien aus.
Während der Deutsche Bundestag den Einsatz eines Arbeitsausschusses eingeleitet hat, der eine gesetzliche Regelung dieser Problematik anstrebt, gibt es innerhalb der Deutschen Bischofs-konferenz heftigste Auseinandersetzungen über die Sinnerfüllung einer Fusswallfahrt.

Im WDR äusserte sich der allseits beliebte Kölner Erzbischof mit scharfer Kritik an die ungläubigen Behörden und beklagte die zunehmende Verfolgung und Inakzeptanz gegenüber der Ausübungen des Katholischen Glaubens. Er sagte weiterhin, dass die erhöhten Sauerstoffwerte im Blut der Pilger auf intensive Bewegung und Gebete an der frischen Luft zurück zuführen sind und ein tiefer Glaube auch extreme körperliche Leistungen freisetzen kann. Bei einem Hämatokritwert von 77% müsse man eben
7x verzeihen und Buße tuen.

Der Aachener Bischof schließt dagegen den Druck und Einfluss einer immer leistungsorientierten Gesellschaft auch in einer Pilgergruppe nicht aus.
Aus Kreisen der evangelischen Kirchensynode wurden Stimmen laut, die sich entschieden von dieser Form der Glaubensausübung distanzieren. Experten sehen die Deutsche Ökumene in einer neuen tiefen Krise.

Die Ostbelgische Pilgergruppe hingegen konnte nach einem Tagesarrest die Fusswallfahrt fortsetzen und unverrichteter Dinge in ihr Heimatland Belgien unter grossem Jubel der hiesigen Bevölkerung märtyrerhaft zurückkehren.
Die belgische Regierung sieht keine Maßnahmen in dieser Sache vor und konnte über das Aussenministerium eine Bestrafung der Pilgergruppe durch die Deutschen Behörden verhindern, mit Hilfe einer Lieferung Belgischer Pralinen an das Bundeskanzleramt.
Die Katholische Kirche Belgien hat sich bislang zu den Vorfällen nicht geäußert.

Noch vor Redaktionsschluss erreichte uns die Nachricht des Pressesprechers der Fusspilgergruppe, dass im Jahr 2009 eine weitere Fusswallfahrt geplant ist, die um die nötige Anzahl an absolvierenden Kilometern zu gewährleisten, diesmal über Lüttich, Namür, mit einer Schleife durch die Ardennen nach Banneux führen wird.

Unser Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft freut sich über das rege Interesse für die ostbelgische Fusspilgergruppe in den Deutschen Medien und nutzt die Gelegenheit um in Düsseldorf,
Köln und am Niederrhein über die Vorzüge Ostbelgiens zu referieren und mit Bier und Fritten,
Werbung für das tolerante Land Belgien zu machen.


Der Kirchenfloh
im August 2008

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